Intertextualität – Der Versuch einer Einführung

Intertextualität – Der Versuch einer Einführung

In meiner Bachelor Arbeit wird Intertextualität eine zentrale Rolle spielen. Dieses Konzept werde ich dann auf den Comic Invincible von Robert Kirkman anwenden. Doch zuerst muss ich mir erst einmal klar darüber werden, was sich denn überhaupt hinter dem Konzept der Intertextualität verbirgt. Nun kann man Bücher von John Fiske und Henry Jenkins lesen, die es auf verschiedenste Beispiele anzuwenden scheinen, doch eine konkrete Erläuterung was Intertextualität ist und wo dessen Anfänge liegen sucht man vergeblich. Schon besser macht es der Text von Markus May, der detailliert die verschiedenen Schwerpunkte darlegt. Um all diese Informationen zu ordnen, zusammen zu führen und vor allem auf mein Problem anzuwenden, schien es mir angebracht dies in verschiedenen Artikeln zu tun. Den Anfang bildet also eine allgemeine Einführung in das Thema Intertextualität.

Die Quellen, die ich für diesen Artikel verwendet habe, sind am Ende angeben oder wenn es angebracht scheint auch mittendrin, besonders bei Zitaten und Auflistungen.

Also sprach Bachtin

Den Anfang der Intertextualitätstheorie (sagt das dreimal schnell hintereinander) machte der russische Literatur- und Sprachtheoretiker Michail M. Bachtin – auch wenn er es noch nicht so nannte. Seine Theorie war besser bekannt unter Dialogizität. Später würde man retrospektiv die einzelnen Entwicklungsschritte der Intertextualität in verschiedene Bereiche einteilen, was im Grunde genommen nichts anderes ist als den Denkrichtungen komplizierte Namen zu geben. Bachtins Richtung würde als ontologische Intertextualitätstheorie eingestuft werden. Das wird später noch einmal wichtig.

Dialogizität ist nicht so einfach zu durchblicken und man wird auch nicht besonders motiviert sich näher damit auseinanderzusetzen, wenn die Einführung der Zeitschrift für germanistische Linguistik mit den Worten beginnt: “The concepts of dialogism, dialogue and interaction are notoriously difficult to define and to operationalize.” Markus May beschreibt die Dialogizitätstheorie mit den folgenden Worten (wer sich darüber hinaus für das Thema interessiert, findet weiter unten entsprechende Links):

Sie ist pragmatisch orientiert und betrachtet Sprache als einen lebendigen Zusammenhang von verschiedensten Äußerungen zu den vorhandenen Gegenständen, die alle ideologisch geprägt sowie agonal aufeinander bezogen sind. 

Das Konzept der Dialogizität nahm sich Julia Kristeva an, eine, laut Wikipedia, “französische Literaturtheoretikerin, Psychoanalytikerin, Schriftstellerin und Philosophin”. Sie modifizierte Bachtins Ansatz und entwickelte daraus die Intertextualität. Ihre ersten Schritte auf diesem Gebiet würden später unter dem schönen, einfach von der Zunge rollenden Begriff, poststrukturalistische Intertextualitätstheorie eingeordnet werden.

Im Grunde genommen wird damit “die Einheit und Autonomie literarischer Texte in Frage gestellt. Texte haben demnach keinen semantischen Kern, sie verweisen vielmehr auf andere Texte (die ihrerseits wieder auf andere Texte verweisen usw.) und partizipieren an Diskursen. Die Texte werden verbunden durch einen nicht zu greifenden Intertext. Diese Form der Intertextualität ist abgekoppelt vom Autorsubjekt.” (Auszug aus ÜBERBLICK ZU LITERATURWISSENSCHAFTLICHEN THEORIEN/MODELLEN UND METHODEN (AUSWAHL))

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle auch, dass der Begriff “Text” sich dabei nicht nur auf tatsächliche Texte, Schriften, Filme, Comics und andere Formate beschränkt, sondern auch kulturelle Phänomene mit einbezieht, die dann in diesen unterschiedlichen Medien aufbereitet und verarbeitet werden. Bedeutet also: es werden nicht nur Texte immer wieder zitiert, sondern auch gesellschaftliche Themen darin verarbeitet – was jetzt nicht besonders überraschend ist. Jedes Erzeugnis ist ein Spiegel seiner Zeit – ein kulturelles Gedächtnis. Interessant wird es, wenn es schließlich um die Suche nach der Bedeutung eines Textes geht. Denn es gibt nicht mehr die eine Bedeutung, die vom Autoren oder Macher festgelegt wird und von den Lesern identifiziert werden muss, vielmehr ist die Suche nach der Bedeutung ein kollektives Erlebnis, welches selbst in einen Diskurs mündet und Intertextualität auf die nächste Ebene hebt. Dies wird besonders im dritten Kapitel von Henry Jenkins Buch Convergence Culture aufgegriffen und en detail heraus gearbeitet, aber dazu in einem anderen Artikel mehr.

Als kurze Zusammenfassung möchte ich noch die drei wichtigsten Modifikationen ins Zentrum stellen, die Kristeva an Bachtins Theorie der Dialogizität vorgenommen hat (die Liste ist paraphrasiert aus Manfred Pfisters Konzepte der Intertextualität):

  1. Wo Bachtin zwischen monologischen und polylogischen Texten unterschieden hat, ist für Kristeva Intertextualität ein Merkmal jedes (literarischen) Textes.
  2. Die Erweiterung des Textbegriffes bis hin zu kulturellen Systemen und Strukturen.
  3. “Sie überträgt die Produktivität auf den Text selber, das heißt der Autor als subjektive, intentionale Instanz verschwindet und wird zum bloßen Projektionsraum des intertextuellen Spiels.” (S. 2)

In einem weiteren Text über Intertextualität wurden außerdem noch Roland Barthes (Kritik und Wahrheit, 1967) und Michel Foucault (Schriften zur Literatur, 1974) als Einflüsse bzw. Autoren genannt, die sich mit der Thematik beschäftigt haben. Außerdem habe ich die folgende Unterteilung gefunden, die vier Bereiche der Intertextualität identifiziert, sowie mit Autoren verbindet:

  • Intertextualität und Kulturwissenschaft (Lachmann)
  • Kultur als Text (Kristeva)
  • Autor und Kanon (Bloom)
  • Struktur und Funktionalität von Intertextualität (Stierle), (Pfister), (Broich)

Kategorien und Einteilungen

Dadurch dass sich schon verschiedenste Autor*innen zum Thema Gedanken gemacht haben, gibt es verschiedene Richtungen, die untersucht werden können. Manche hören auf die Bezeichnung universaler Intertext oder verstehen “Intertextualität als Spezifikum von literarischen Texten” (Pfister, S. 2). Bevorzugt wird jedoch das folgende Konzept von Intertextualität, so spekuliert zumindest Pfister:

“Intertextualität als besondere Eigenschaft bestimmter literarischer Texte oder Textsorten […] Oberbegriff für jene Verfahren eines mehr oder weniger bewussten und im Text konkret greifbaren Bezugs auf einzelne Prätexte, Gruppen von Prätexten oder diesen zugrundeliegenden Codes und Sinnsystemen (Nähe zur Quellen- und Einflussforschung!)” (Pfister, S. 3)

Spannend wird es nun, wenn man Intertextualität als ein Konzept neben vielen versteht, so wie es Gérard Genettes tut. Deshalb wurde später seine Auffassung als deskriptive Intertextualität bezeichnet und steht damit neben der ontologischen Richtung, die von Bachtin ins Leben gerufen wurde – ich sagte doch, es wird nochmal wichtig. Genettes unterscheidet nun die folgenden fünf Typen von Transtextualität:

  1. Intertextualität
    „Beziehung der Kopräsenz zweier oder mehrerer Texte, d. h. in den meisten Fällen, eidetisch gesprochen, als effektive Präsenz eines Textes in einem anderen Text.“ (Genette 1993, S.10);
    greifbare Anwesenheit eines Textes in einem anderen
  2. Paratextualität
    “Bezug von nicht zum eigentlichen Text gehörenden Begleittexten wie Motti, Titel oder Zwischentitel, Vor- oder Nachworte, Fußnoten etc.” (May, S. 107)
  3. Metatextualität
    Kommentierung eines Prätextes
  4. Hypertextualität
    ein Text macht einen anderen zur Folie; oder anders ausgedrückt: die Transformation eines Prätextes in eine Parodie
  5. Architextualität
    Gattungsbezüge eines Textes, Rückgriff auf Gattungsmerkmale

Im Rahmen von Prätexte werden in Bezug auf Strukturalismus und Hermeneutik nur diejenigen als relevant eingestuft, auf die der Autor vermeintlich bewusst referenziert. Man spricht bei dieser Form von bewusster / intendierter Intertextualität.

Unter diesen Konzepten kann man sich nun schon etwas konkreteres vorstellen. Doch welche konkreten Fragen können an den Text, der untersucht werden soll, gerichtet werden. Hier bietet Pfister wieder eine hervorragende Auflistung qualitativer Kriterien:

  1. Referentialität (Wie stark thematisiert der eine Text den anderen bzw. veranschaulicht er dessen Eigenart?)
  2. Kommunikativität (Wie ausgeprägt ist die Bewusstheit des intertextuellen Bezugs beim Autor und beim Rezipienten?)
  3. Autoreflexivität (Wie explizit bzw. implizit erfolgt eine Metakommunikation über die Intertextualität?)
  4. Strukturalität (In welchem Maße wird der Prätext nicht nur zum punktuellen Bezugspunkt, sondern zur strukturellen Folie eines ganzen Textes?)
  5. Selektivität (Wie pointiert wird ein bestimmtes Element aus einem Prätext als Bezugsfolie ausgewählt und hervorgehoben?)
  6. Dialogizität (Wie stark stehen der ursprüngliche und der neue Zusammenhang in semantischer und ideologischer Spannung zueinander?)

Und dann kam Fiske

In seinem Buch Television Culture schlägt John Fiske eine alternative Einteilung des Begriffs Intertextualität vor. Ob “alternativ” hierfür das richtige Wort ist, sei dahin gestellt, jedoch widmet er das gesamte siebte Kapitel (Seiten 108-127) dieser Theorie und wir wollen einen Blick darauf werfen und sehen, wo es Überschneidungen bzw. Erweiterungen, aber auch Unterschiede zum vorhin Besprochenen gibt.

Fiske beschreibt Intertextualität so, dass jeder Text unter der Prämisse gelesen würde, in einer Relation / Beziehung zu anderen Texten zu stehen “and that a range of textual knowledges is brought to bear upon it”. Diese Beziehungen müssen nicht unbedingt auf spezifischen Anspielungen beruhen, noch eine tiefgreifende Kenntnis des Lesers erfordern, um diese verstehen zu können, vielmehr existiere Intertextualität in einem Raum zwischen den Texten. Er schreibt weiter in der Einführung, dass spezifische Anspielungen kein Beispiel für Intertextualität sei: “for its effectiveness depends upon specific, not generalized, textual knowledge”. Ich bin mir nicht sicher ob ich dem zustimmen würde, wenn wir uns die vorangegangene Besprechung zu Intertextualität ansehen. Spezifische Anspielungen (Beispielsweise von einem idependent Superheldencomic auf Superman), das Aufgreifen von Konzepten oder Cameo-Auftritte von einer gewissen Raumschiff-Crew würde ich sehr wohl als intertextuell ansehen. Es handelt sich jedoch um eine “in you face” Anspielung und weniger um eine dezente Metaebene, die gesellschaftliche Konzepte in Frage stellt.

Als Beispiel nennt Fiske selbst Madonnas Video Material Girl, welches eine Parodie von Marilyn Monroes Performance Diamonds are a Girl’s best friend ist. Um eine intertextuelle Analyse von Madonnas Video zu machen, ist eine Kenntnis des Originals insofern nicht notwendig, als dass es in beiden um das Konzept von the blonde geht und dies auch die Analyse hervorbringen soll. Doch, wie bereits erwähnt, finde ich es durchaus auch angebracht das “Original” in Betracht zu ziehen. Geschweige denn, dass man bei einer Recherche zu Material Girl doch sicherlich irgendwann auf Marilyn Monroe stoßen wird. Etwaige Unterschiede und Differenzen können auf gesellschaftliche Entwicklungen referenzieren. Primär soll es jedoch gesellschaftliche Normen gehen, die untersucht werden und in dem Untersuchungsobjekt selbst aufgegriffen werden.

Fiske unterscheidet zwei Dimensionen von Intertextualität:

  • horizontale
    “relations are those between primary texts that are more or less explicitly linked, usually along the axis of genre, character, or content.”
  • vertikale
    “is between primary text, such as a television program or series, and other texts of a different type that refer explicitly to it. These may be secondary texts such as studio publicity, journalistic features, criticism, … or tertiary texts produced by the viewers themselves in the form of letters to the press … gossip and conversation.” – Also sind direkte Verweise doch Intertextualität, was er zuvor in Frage gestellt hat.

horizontal intertextuality

Wie vorhin erwähnt findet horizontale Intertextualität auf verschiedene Ebenen statt. Sei es Genre, Charakter oder Inhalt:

Fiske beschreibt dieses Konzept anhand eines intertextuell lesbaren Charakter: B.A. aus der Serie The A-Team. Der Charakter sei beinahe 1:1 die Identität des Schauspielers Mr. T. Beide treten in Cartoon Serien auf und haben Gastauftritte in Shows und Events. Je nachdem welche dieser Auftritte der Zuschauer gesehen hat, beeinflusst dies die Wahrnehmung des Charakters. Genau wie Madonna auf verschiedenen medialen Plattformen zu finden ist. Auch bei ihr variiert das Bild, je nachdem welches Medium oder welche Medien konsumiert werden. Ein junges Mädchen hat eine andere Auffassung der Persona “Madonna” als ein erwachsener, schwuler Mann.

Intertextuelle Beziehungen können aber genauso leicht Genres überwinden. Genannt seien Western. Sie haben eine flektierte Intertextualität, da sie, wie vorhin, verschiedene Bedeutungen einnehmen können. Wenn zum Beispiel Western mit Nachrichten gegenübergestellt werden, die zeigen, wie amerikanische Ureinwohner gegen den Weißen protestieren. Oder auch Action Filme, die in der dritten Welt spielen, ohne genau zu benennen, wo sich das korrupte Regime befinden, sofort Assoziationen mit Afrika oder Lateinamerika aufkommen lassen. Weitere wichtige Punkte zum Thema Genre sind:

  • Konventionen sind Vereinbarungen zwischen Produzent und Konsument, die zentrale Bedeutung für den Genuss des letzteren haben. Formeln auf der anderen Seite sind industrialisierte und ökonomisierte Konventionen. (Formel > Konvention > formula art)
  • animiert durch Feuer (1987), der drei Strategien vorschlägt, anhand derer “generic categories” konstruiert werden können (aesthetic, ritual, ideological), schreibt Fiske, dass jede neue Produktion die Charakteristiken verändert unter denen Programme produziert werden. Genres sind also keinesfalls fixe, unveränderliche Punkte auf einer Karte. (Bsp. kann Hill Street Blues eine Cop-Show mit Charakteristiken einer Seifenoper sein oder umgekehrt). Aus den Charakteristiken erwachsen auf der anderen Seite bestimmte Erwartungen der Zuschauer, die die Bedeutung beeinflussen, die sie daraus ziehen.
  • Gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass andere Genres ins Zentrum des Interesses rücken: “Genres are popular when their conventions bear a close relationship to the dominant ideology of the time.” (p112)
  • Die Industrie spiele die Rolle des Mediators. Sie muss austesten, wohin die Richtung in Zukunft gehen mag. So gab es in den 80ern einen Widerspruch zwischen dem Aufstieg des Feminismus und der “reassertion of masculine power” auf der anderen Seite. Neben des größeren Zeitraums, spielen auch Kontexte eine wichtige Rolle: Wann läuft eine TV Sendung, wie sieht die Rahmung des Programms aus, was läuft davor und danach etc.
  • Genres haben auch kulturelle Auswirkungen: “Genre spells out to the audience the range of pleasures it might expect and thus regulates and activates memory of similar texts and expectations of this one.” (pp 114)
  • contract of genre: Man kritisiert einen Western nicht deswegen, weil keine Musical-Nummer darin zu sehen ist, oder ein Musical weil es nicht gruselig genug ist.

In Bezug auf Inhalte geht zieht Fiske Barthes zu Rate, was er dann als “Inescapable Intertextuality” bezeichnet. Laut Barthes sind intertextuelle Beziehung wie ein dichtes, komplexes Netz, in welchem am Ende alle Texte sich aufeinander beziehen und nicht auf die Realität. Er Spricht auch vom “the real”. Dies könne nie an sich betrachtet bzw. herausgefiltert werden. Dabei bezieht es sich auf das reale Bild, welches von den Medien bzw. von kulturellen Produkten produziert würde. Hier dienen gewisse Codes als Brücken zwischen den Texten.

Wenn man also eine Verfolgungsjagd sieht, betrachtet man diese nur im Kontext zu anderen Verfolgungsjagden, die man gesehen hat (also auch zu anderen TV Serien) und nicht zur Realität. Sollte man selbst schon einmal eine mitgemacht haben, wird diese ebenfalls wieder in einen Text transportiert und dann wieder verglichen. Barthes benennt diese mit Normen: The Kidnapping, The Meeting, The Seduction, und so weiter. Jede Erzählung ist eine Neuinterpretation von diesen bereits vorhandenen “knowledges”. Es wäre also auch eine Möglichkeit sich anhand dieser Kategorien durch einen Text zu arbeiten und diese dann mit anderen Texten zu vergleichen. Pfister würde dies eventuell unter Paratextualität einordnen. Hierfür wäre sicher die Website tvtropes.org eine hervorragende Quelle.

vertical intertextuality

reading the secondary texts: sekundäre texte wie Kritiken haben die Aufgabe eine spezielle Sichtweise auf ein Erzeugnis in Umlauf zu bringen. Dies ist allerdings dann wieder stark von der jeweiligen Sichtweise, Kontext, kultureller Hintergrund und so weiter des jeweiligen Autors abhängig, sowie auch von der Zeit, in der der Text analysiert wird. Tertiäre Texte sind schließlich dazu da, diese Sichtweisen zu bestätigen (“Crucial stage of this circulation” pp117). In diesem Abschnitt behandelt Fiske hauptsächlich TV Serien und ihr Spiel mit der Dualität. Darunter versteht er die Unterscheidung zwischen dem Charakter einer Soap Opera und des Schauspielers selbst – zwischen der Repräsentation und dem Realen – welche dem Zuschauer mal mehr, mal weniger bewusst ist (“deliberate self-delusion”)

the tertiary text: Diese formen eine kollektive Reaktion auf einen Text und weniger eine individuelle. Sie können dabei sowohl öffentlichen (auf verschiedensten Plattformen) statt finden, oder aber auch privat in Gesprächen. An dieser Stelle kommen verschiedene Konzepte zum tragen. So zum Beispiel, dass manche gerne das fiktionale als real ansehen wollen oder es zumindest so verkauft wird (“the familiar desire to see the fictional as real” pp124). Um dies zu erreichen nutzt oder benötigt es verschiedene Kategorien die Fiske als natural conclusion, characters “fizzle out”, truth, believability, etc. beschreibt.

intertextuality and polysemy: Stewart Hall verwendet den Begriff “articulation” in dessen zweideutigen Sinne: “speaking” und “linkage”. Linkage bedeutet wie der Text zu kulturellen Ausprägungen verbunden ist. Madonna ist verbunden mit “the subordinate culture of young girls” und auf der anderen Seite mit “the sexist masculine culture of Playboy”. Speaking bedeutet nun, wie der primäre Text in diesen Verbindungen gelesen und verstanden wird.

Quellen und Links

Dialogizität:

Intertextualität

Zu Literaturwissenschaftlichen Theorien und Methoden

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  1. Pingback: Definitionen und Analysen - Christoph Staffl

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