Von Prokrastination und Produktivität

Es gibt Tage, da will einfach nichts wirklich voran gehen. Die Produktivität ist im Keller und sitzt gemütlich neben der Motivation, die gemeinsam bei Tee und Keksen ein Palaver abhalten. Doch wie begegnet man so einem Tag und wie kommt man aus diesem Tief wieder heraus?

Dafür habe ich diverse Strategien entwickelt, denn wenn man schon an diesem Tag nicht produktiv ist, dann wenigstens am nächsten. Und das will vorbereitet sein…

Für mein Studium muss ich ein so genanntes “Projektstudium” machen, wobei es sich dabei um eine eigene Medienproduktion handelt. Da ich Blogger bin und sowieso gerne schreibe, habe ich mir überlegt, X-Men Comics zu analysieren. Dies mache ich aus verschiedenen Blickwinkeln, wie zum Beispiel, Cultural Studies, Queer Studies, Comic Theory und so weiter. Am Ende sollen 15 englischsprachige Artikel entstehen. Um dies über die Ferien machen zu können bzw. den Großteil davon zu erledigen, habe ich mir einen Zeitplan erstellt. Eigene Deadlines sind ja so eine Sache. Sie sind sehr flexibel bzw. können sich dahingehend entwickeln. Zumindest ist dass bei mir der Fall, teilweise. Doch ich denke jeder kann ein Lied von solchen Motivationstief singen. Was sind aber nun meine Strategien dagegen?

Zum Einen ist der erste Fehler sind kampflos geschlagen zu geben und sich auf die Couch zu setzen und Big Bang Theory zu schauen. Das mache ich zwar auch Abends manchmal ganz gerne, doch Sitcoms versuche ich zu vermeiden. Die machen einen nur wirr im Kopf. Dann doch lieber Dr. Who oder eine Serie aus dem Arrowverse. Aber ich schweife ab. Ich setze mir dann kleinere Ziele für den restlichen Tag. Zum Beispiel drei Essays zu lesen und durchzuarbeiten, dann muss man wenigsten selbst nicht schreiben, hat aber trotzdem die Recherche voran gebracht. Danach kann man sich ja mit einem Stück Schokolade oder ein halben Stunde im Whirlpool belohnen.

Außerdem helfen ausgedehnte Spaziergänge und ein anschließendes Training, den Tag mit dem ein oder anderen Erfolgserlebnis auszustatten.

Das wichtigste ist für mich an so einem Tag allerdings, mit einem solchen Erfolgserlebnis zu enden. Dies bewerkstelligt man am einfachsten indem man ein Buch liest. Ich habe immer ein Buch bei der Hand und wenn ich dann von einem Schinken wie The Dark Tower Part IV zumindest ein paar Seiten weg lese, dann ist der Tag schon viel besser.

Zusätzlich zu diesen Strategien, gibt es dann noch andere Rituale, die ich fast täglich integriere:

  • Meditation;
    einmal am Tag für ca. 10 Min. sich bewusst hinsetzen und sich von Headspace leiten zu lassen, ist einfach etwas fantastisches (dazu aber später mal einen extra Artikel)
  • Ziele setzen;
    es hilft auch, sich morgens drei Dinge aufzuschreiben, die man an dem Tag erledigen möchte. Dies legt den Fokus für den Tag und drei Dinge sind überschaubar und machbar
  • Reflexion;
    Abends setze ich mich dann hin und schreibe drei Dinge oder Personen auf, für die ich dankbar bin oder die ich schätze.

Dies regelmäßig zu machen (ich muss zugeben, dass ich es auch nicht jeden Tag mache) führt dazu, eine neue Sichtweise auf die einzelnen Tage zu bekommen. Zusätzlich dazu sollte man sich einmal die Woche, idealerweise Sonntags Zeit nehmen für einen Reset. Einfach ein paar Minuten die letzte Woche im Kalender betrachten, Dinge abhacken, die erledigt sind und sich Ziele für die nächste Woche setzen.

Wer mehr Tipps zum Thema möchte, dem kann ich nur die folgenden beiden Websites empfehlen: https://collegeinfogeek.com/ & http://alifeofproductivity.com/

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