digitale Grundreinigung

Im Oktober startet mein fünftes Semester an der Uni Tübingen. Ich nehme solche neuen Anfänge immer gerne als Anlass, Altlasten loszuwerden. Besonders digitale Lasten sollte man häufiger aufräumen. Es ist ein gutes Gefühl mit einem halb leeren MacBook in der Tasche herum zu laufen – es fühlt sich dann auch gleich viel leichter an.

Außerdem ist es sowieso alle paar Monate notwendig mein MacBook aufzuräumen. Ich versuche zwar alles so strukturiert wie nur möglich abzulegen, doch irgendwann gewinnt doch das Chaos – besonders in so Verzeichnissen, wie “Pictures” oder “Downloads”, wo einfach alles abgelegt werden kann. Ich will beim Aufräumen sehr radikal vorgehen können und dabei alles aussortieren bzw. löschen, was ich nicht mehr benötige. Zumindest nicht täglich.

Als erstes steht also ein Time Machine Backup auf der Liste. Nur um sicher zu gehen, dass auch alles gesichert ist, falls ich doch mal wieder ein altes Dokument haben möchte. Ihr wisst schon, dieses eine Dokument mit dem komischen Namen im siebzehnten Unterverzeichnis auf der externen Festplatte, die seit Monaten in der Schublade verstaubt. Nachdem also die Time Machine ihr Backup gemacht hat, kopiere ich alle großen Verzeichnisse noch einmal auf eine andere externe Festplatte. Nur falls die Time Machine nicht funktionieren sollte, wenn man sie denn dann doch einmal benötigt. Ein Backup ist gut, zwei sind besser.

Nachdem also alles gesichert ist, kann ich alles löschen, was ich nicht mehr benötige. Das gibt mir auch die Gelegenheit alles auszusortieren, neu anzuordnen und so wieder einen guten Überblick über die Ordnerstruktur zu bekommen.

Was ich übrigens empfehlen kann sind SD Karten, die extra für MacBooks verschiedener Größen zugeschnitten sind, sodass diese nahtlos in den Slot passen und nicht lästig abstehen. Das schafft noch einmal Platz, in meinem Fall 128GB, und man kann dort Dinge ablagern, die man gerne dabei, aber nicht unbedingt auf dem MacBook selbst haben will.

Ist also aus meiner Sicht alles gelöscht, was nicht mehr benötigt wird, das inkludiert auch diverse Ansammlungen von Wallpapern und Bildern, bei denen man gedacht sie wären cool, kommen noch Programme an die Reihe. Alles deinstallieren, was nicht täglich oder zumindest regelmäßig (was auch immer das bedeuten mag) Verwendung findet.

Neulich habe ich dann auch ein nettes Programm entdeckt, dass den schönen Namen “CleanMyMac” trägt. Dank dieses Programms bin ich dann gleich noch einmal knapp 30GB an Daten losgeworden. Dabei handelt es sich um alte iOS Updates, Programmreste und diverse temporäre Dateien, die macOS nicht selbst löscht – warum auch immer.

Übrigens kommen auch diverse Cloud-Dienste dran, wie zum Beispiel Google Drive, Dropbox und iCloud, die sich ebenfalls mit der Zeit mit zu viel Müll ansammeln. Zu guter letzt werden dann noch iPhone und iPad bereinigt.

Was ich als netten Abschluss noch gerne mache, sind überall die Wallpaper zu ändern. Und zwar in der Weise, dass ich diejenigen verwende, die Apple mitliefert. Da bekommt man dann das gute Gefühl, an einem frischen, neu installierten Gerät zu sitzen.

So vorbereitet, können also die nächsten beiden Semester kommen…

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